Terry-Thomas

Terry Thomas entsprach vom Typ her einer Mischung zwischen liederlichem 2. Weltkriegspiloten und Oberschicht-Schurken, der zu viel Zeit auf der Pferderennbahn verbringt; ein im Ausland sehr gefragter Typ, wo er in Don’t Look Now-We’re Being Shot At (1963) einen der erfolgreichsten französischen Filme überhaupt, neben Bourvil und Louis de Funes einen RAF Piloten verkörpert. Sein extravaganter Schnurrbart, seine Zahnlücke, sein Zigarettenhalter, seine Sportwagen und sein Hang zu gewagter Kleidung wurden zum Markenzeichen seines Stils. Seine Popularität als Schurke wurde durch seine unschuldig albern wirkende Art noch unterstrichen.

Terry Thomas (geb. als Thomas Terry Hoar-Stevens) jobbte als Cabaret Künstler bevor er sich mit seinen Auftritten in der Stars in Battledress-Truppe während des Krieges einen Namen machte. In der Nachkriegszeit trat er in Varietés, sowie in Radio-und Fernsehsendungen als Stand-up-Comedian und Impressionist auf. Er spielte sich selbst in frühen Filmen wie Helter Skelter (d. Ralph Thomas, 1949) wo er in seinem berühmten Sketch Technical hitch zu sehen ist.

Es waren die Boulting Brothers die Terry Thomas zu einer Leinwandkarriere ermutigten. So spielte er den prahlenden Major Hitchcock in Private Progress (1956), und wirkte in I’m All Right Jack ( 1959), mit, wo er seinen verärgerten Ausspruch You’re an absolut shower! zum nationalen

Schlagwort machte. In Carlton-Browne of the FO (1958) verkörperte er den Inbegriff des Oberklasse-Vollidioten, trauriges Relikt einer verschwindenden Welt. Mit Filmen wie Blue Murder at St. Trinian’s (d. Frank Launder, 1957), The Naked Truth (d. Mario Zampi, 1957), Too many Crooks (d. Zampi, 1959) und School of Scoundrels (d. Robert Hamer, 1959), seinem berühmten Zahnlücken-Lächeln, seinem militärisch anmutenden Schnurrbart, seiner dandyhaften Kleidung und seiner vollen, spöttischen Stimme (“Oh, good show”) wurde er zu dem Nachkriegs-Schurken schlechthin, der permanent versuchte seinen Gläubigern auszuweichen oder eine unglückliche, reiche Erbin zu verführen.

Auch das amerikanische Publikum genoss seine englischen Oberklasse–Karikaturen und er erschien in den 60er Jahren in verschiedenen Hollywood Filmen und Co-Produktionen, wie Those Magnificent Men…. (d. Ken Annakin, 1965). Durch seine Parkinson Erkrankung 1971 beschränkte sich seine weitere Karriere auf gelegentliche Auftritte wie unter anderem in The Bawdy Adventures of Tom Jones (d. Cliff Owen, 1976).

Autobiographien: Filling the Gap (1959), Terry Thomas Tells Tales with Terry Daum (1990). Biographien: The Complete Terry-Thomas by Robert Ross (2002)

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